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13.10.2025

Goldenes Band in Olching war ein „Voltreffer“

Mads Hansen gewinnt vor Jakub Jamrog und Martin Smolinski
Traumhaftes Herbstwetter, volle Wiesen rund um die Highspeed-Piste, donnernde Schüsse der Böllerschützen plus Blasmusik, spannende Rennen und ein glücklicher Sieger aus Dänemark: „So darf ein Speedway-Geburtstag sein“, sagte ein Funktionär des MSC Olching am Sonntagabend. 75 Jahre alt wurde sein Verein und der Mann hatte durchaus Recht: Das Jubiläumsrennen um das Goldene Band der Stadt Olching war – wie schon die feuernden Böller verhießen – ein „Volltreffer“.

Der MSCO-Funktionär ging mit seiner Einschätzung noch viel weiter: „Unseren Chef werden wir tagelang nicht mehr einfangen können, der schwebt auf einer Umlaufbahn über Olching.“ Gemeint war Martin Smolinski – der an diesem Tag alles auf einmal war: Vorstand seines Geburtstags-MSC, Organisationsleiter und Rennfahrer. Indes mit Erfolg: „Für mich alten Mann war es top, vorne mit den jungen Burschen mitzumischen, sagte der dreifache Langbahn-Weltmeister. „Aufmischen“ hätte genauso gut gepasst, weil er es trotz allem Stress wieder auf Platz 3 schaffte.

Smolinski: „Nach Bombenstart falsch orientiert“!
Im Finallauf der vier Tagesbesten hätte er einen Bombenstart gehabt, sagte „Smoli“. Allerdings habe er sich dann etwas falsch orientiert und sei deswegen von Jakub Jamrog (Polen) überholt worden. Es ging bei diesem spanenden Kampf um Platz zwei, weil Mads Hansen (Dänemark) bereits enteilt war und Oliver Berntzon als Vierter nicht mehr entscheidend eingreifen konnte. Der Schwede war dennoch froh über sein Abschneiden: „Die Bahn war gut und es wurde fair gefahren. Freilich hätte ich gerne auf dem Podium gefinisht aber ich war im Finale und darüber bin ich glücklich.“
Das Goldene Olchinger Band nahm also Mads Hansen mit nach Dänemark – dort wird er es wohl neben jenem von 2023 aufhängen – auch damals gewann er. Derweil war Smolinski euphorisch über sein Ergebnis: „Am Ende des Jahres mit einem Podestplatz das Olchinger Oval zu verlassen, hat Spaß gemacht. Mein Team hat heute brutal zugearbeitet.“ Mit zwei Siegen war der MSCO-Chef in das Meeting gestartet, bevor er erstmals nicht ganz vorne war: „Martin auf seiner Heimbahn geschlagen zu haben, bedeutet mir unfassbar viel“, sagte Tero Aarnio (Finnland) direkt nach seinem Highlight-Lauf.

Mario Häusl Knockout durch glühend heiße Kette!
Besonders vom Pech verfolgt war allerdings Mario Häusl, der frisch gebackene U21-Team-Weltmeister: In Lauf 13 riss seine glühend heiße Primärkette und peitsche voller Wucht gegen seinen Körper. Ein Knockout, der eine lange Untersuchung auf der Bahn nach sich zog. Jedoch hatte sich Häusl hierbei nicht schwer verletzt.
Viel kritischer war die Situation bei einem medizinischen Notfall auf den Zuschauerrängen, noch vor der Fahrerpräsentation. Martin Smolinski war allerdings froh, dass von allen Beteiligten richtig gehandelt wurde: „Die Kooperation der Rennleitung mit dem BRK und der Polizei hat perfekt funktioniert, weil wir in dieser Extremsituation einen total klaren Kopf bewahrt haben. Man hat gesehen: Wenn es hart auf hart kommt, funktioniert unser Verein einwandfrei. Der abtransportierte Mann ist nach unserer Information auf dem Weg der Besserung.“ Vorfälle also, wegen denen der Renn-Nachmittag ungeplant länger wurde. Smolinski wollte sich bei den Fans fast dafür entschuldigen, zog aber ein enthusiastisches Fazit: „Ein super Renntag – das MSCO-Uhrwerk ist wieder perfekt gelaufen.“
Erhard Wallenäffer

Ergebnis Goldenes Band in Olching:
Platz 01 Mads Hansen (Dänemark) 14 Punkte
Platz 02 Jakub Jamrog (Polen) 14
Platz 03 Martin Smolinski (Deutschand) 11
Platz 04 Oliver Berntzon (Schweden) 11
Platz 05 David Bellego (Frankreich) 10
Platz 06 Tero Aarnio (Finnland) 10
Platz 07 Robert Chmiel (Polen) 09
Platz 08 Francis Gusts (Lettland) 09
Platz 09 Tyler Haupt (Deutschalnd 08
Platz 10 Hannah Grunwald (Deutschland) 06
Platz 11 Valentin Grobauer (Deutschland) 06
Platz 12 Mario Häusl (Deutschland) 04
Platz 13 Celina Liebmann (Deutschland) 03
Platz 14 Patricia Erhart (Deutschland) 03
Platz 15 Tim Widera (Deutschland) 01
Platz 16 Jenny Apfelbeck (Deutschland) 01
Platz 17 Tobias Althaus (Deutschland) 00
Platz 18 Jevgenijs Kostigovs (Deutschland) 00



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